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DmC (Devil May Cry) Video Test_

böse, blutig, brutal

Als Capcom bekanntgab, dass man die Devil May Cry Serie samt ihres kultigen Protagonisten Dante einer Verjüngungskur unterziehen wollte, ging ein einheitlicher Aufschrei des Entsetzens durch die Fanmassen. Aus  Angst davor, dass die Entwickler von Ninja Theory das Spiel bis zur Unkenntlichkeit verändern würden, protestierte man bis zuletzt lautstark gegen das Reboot. Ist DmC Devil May Cry ein höllisch gutes Spielerlebnis, oder sollte sich der neue Dante einfach zum Teufel scheren?


 

Die Welt ist in Gefahr. Längst haben die Menschen – ohne es zu wissen – die Herrschaft über die Erde verloren. Unbemerkt arbeiten Dämonen daran, ihre Macht über ein Paralleluniversum weiter auszubauen um die Menschheit ultimativ zu versklaven. Ein Umstand, der den aufmüpfigen Dämonenjäger Dante nicht weiter interessiert, da er sein Leben dem Exzess gewidmet hat. Plötzlich tauchen jedoch sein verschollener Bruder Vergil und dessen menschliche Gehilfin Cat auf. Diese besitzen nicht nur einen Plan um der höllischen Regentschaft ein Ende zu bereiten, sondern können Dante auch über seine übernatürliche Vergangenheit aufklären, an die er sich nicht mehr erinnern kann

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Dante und Virgil sind vom Geschlecht der Nephilim, welche Hybriden aus Dämonen und Engeln sind; ihre Mutter wurde ermordet, ihr Vater in eine Welt der endlosen Qual verbannt. Dieses wiedererlangte Wissen beflügelt in Dante den Drang nach Rache, weswegen er sich seinem Bruder im Kampf gegen die Herrscher aus der Hölle anschließt. Auf einem blutigen Pfad marschiert der Protagonist dann einem unausweichlichen Ende entgegen, welches als Genese für die neue Devil May Cry Geschichte fungiert. Obwohl DmC ein neuer Anstrich verpasst wurde, ist das Spielprinzip unter der Oberfläche ganz beim Alten geblieben. Nach wie vor ist das Niedermetzeln von grauenvollen Monstern das zentrale Gameplayelement. Das sieht nicht nur toll aus, sondern geht einfacher von Hand als je zuvor. Schnell merkt man zwar, dass Neulingen der Einstieg ins Spiel erleichtert werden sollte – gleichzeitig ist das Kampfsystem aber anspruchsvoll und komplex wie jeher, was besonders Langzeitfans glücklich stimmen wird.

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Dante besitzt jetzt sinnvollerweise 2 Typen von Angriffen – dämonische und himmlische. Beide sind an unterschiedliche Waffen gebunden, die man genauso wie Dante selbst, mittels Upgrades verstärken und erweitern kann. Die Waffen sind wiederum in eigene Klassen mit ihren jeweiligen Stärken unterteilt. Das treue Schwert Rebellion ist ein guter Allrounder, während die wuchtigen Eryx-Höllenfäuste ideal zum Durchbrechen von Schilden geeignet sind, oder sich mit den flinken Aquilas mehrere Gegner gleichzeitig bekämpfen lassen.

Neben weiteren Nahkampfwaffen hat Dante auch noch Schusswaffen in petto, die zum Beispiel fliegenden Gegnern die Flügel stutzen können. Ach ja, jede Waffe besitzt auch ihre eigenen Angriffskombos in der Luft und am Boden, die sich im Kampf beliebig aneinander ketten lassen, um ultimatives Chaos zu verursachen.
Berücksichtigt man, dass Gegner noch dazu unterschiedlich anfällig auf Angriffe reagieren, findet man hier genreübergreifend eines der komplexesten und flüssigsten Kampfsysteme der Videospielgeschichte. Die Kämpfe bieten dank geschickter Balance einen gelungenen Mix aus Strategie und adrenalingeladener Action, von der man nicht genug bekommt. Die Kamera leistet dabei ihr Bestes, um den Pot aus Gegnern übersichtlich einzufangen, was größtenteils gelingt.

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Genauso fordernd, jedoch weniger amüsant sind die Plattforming Phasen im Spiel. Diese wirken angesichts der eindeutig auf die Kämpfe ausgerichteten Steuerung deplaziert und unfair. Besonders zu Beginn bremsen sie das Gameplay und nehmen noch dazu den Schwung aus dem gelungenen Start. Auch wenn man die Technik des Doppelsprungs und Gleitens später intus hat, wird man auch noch gegen Ende des Spiels von Kanten fallen.

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Einen beachtlichen Teil der Game-Over Bildschirme haben wir deshalb zu sehen bekommen, weil wir uns im Sprung um Haaresbreite verschätzt haben. Apropos: neben den Game Overs gibt es in Devil May Cry einige Spielelemente, die einen Old-School Eindruck vermitteln, der sich jedoch positiv auf das Spiel auswirkt. Dante’s Energie etwa regeneriert sich nicht von selbst, sondern muss Mittels Power-Ups aufgefüllt werden.

Genauso wie der Dämonentrieb, der die höllischen Kräfte des Halbbluts freisetzt. Mittels dieser coolen Fähigkeit werden alle Gegner in die Luft geschleudert, wo sie hilflos hängen bleiben, bis Dante’s scharfe Klingen sie erlösen. Im Dämonentrieb steckt auch etwas Fanservice, da sich die Frisur in diesem Modus schneeweiß und der Mantel blutrot färbt und an den klassischen Look erinnert.

Die Story von DmC führt über 20 Missionen, die je nach Spielstil und Schwierigkeitsstufe durchschnittlich 25 Minuten dauern. In einigen Levels warten gigantische Endbosse darauf, die Reflexe des Spielers auf die Probe zu stellen. Nach Abschluss der einzelnen Abschnitte bekommen wir eine Bewertung zu sehen, die Punkte für den Kampfstil, die benötigte Zeit etc. vergibt. Wer will kann diese an eine Highscoreliste schicken und sich im Onlineranking mit Anderen messen. Zusätzlich schaltet man Artworks und Konzeptzeichnungen frei, die man in der Galerie betrachten kann.

Devil May Cry ist eine künstlerische Augenweide, ein fesselndes ästhetisches Feuerwerk. Das grandiose artistische Design geht unter die Haut. Außen- wie Innenareale faszinieren einen aufgrund ihrer kreativen Gestaltung und der stimmigen Farben. Einmal befinden wir uns in der spiegelverkehrten Welt einer Wasserreflexion, ein anderes Mal entführt uns ein Dämon in das funkige Szenario einer Discotanzfläche.

Ständig sind Dinge in Bewegung, sodass die detailierten Levels lebendig wirken. Fast kann man den Geruch von Pech und Schwefel vernehmen, während Ruß und Funken durch das Bild fliegen. Der Einsatz der leuchtenden Waffen gibt genauso viel her, wie die scheußlich schönen Gegner. Auch die gelungenen Unschärfeeffekte, Dante’s animierte Atmung oder die Reflexion in seinen Augen beeindrucken den Betrachter.

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Überhaupt hinterlässt Dante einen insgesamt positiven Eindruck. Egal was sich optisch an ihm getan hat – im Inneren ist er nach wie vor derselbe coole Dämonenkiller, der er schon immer war. Anfangs wirkt er wegen seines teilnahmslosen Auftretens unerträglich; doch infolge der prägenden Wendungen in der Story wird er charismatisch und sympatisch, ohne dabei seine gleichgültige Attitüde abzulegen.

Das Spiel ist zwar ein Reboot, baut aber auf den besten Elementen der Vorgänger auf. Obwohl die Story an Filme wie Die Matrix und Constantine erinnert, hat Ninja Theory nicht die Wurzeln von DmC vergessen. Devil May Cry fühlt sich dank seiner Szenarien distinktiv japanisch und exotisch an und sorgt damit für frischen Wind bei Kennern und Neulingen. Die Geschichte führt Dante auf einen Pfad der Selbstfindung, auf dem das brüchige Verhältnis zu seinem unbekannten Bruder schon sehr früh auf die Probe gestellt wird. Die Story genügt als Rahmen für die irrwitzige Action; doch besonders Dante’s Rachemotiv kommt darin wegen der wenig emotionalen Zwischensequenzen viel zu kurz.

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Visuell beeindruckt das Spiel mit unterwarteten Elementen wie einer Passage, die ganz unterschwellig in tollen Graffitis erzählt wird, oder unerwarteten Kamerawinkeln wie der aus einem Nachrichtenhelikopter. Wer eine Herausforderung sucht, wird sie hier finden: DmC lädt nicht nur Dank der versteckten Extras in den Levels zum Erkunden ein, sondern kommt auch mit 5 Schwierigkeitsstufen daher. In der härtesten stirbt Dante schon nach einem Treffer. Es sind die brachialen Kämpfe, die sich aufgrund variierender Gegner nie gleich spielen und die Unterhaltungskurve durchgehend hoch halten. Außerdem sorgen ständig neue Waffen mit ihren Upgrades laufend für Abwechslung, während der rockige Soundtrack die Spannung weiter antreibt. Devil May Cry 2013 ist böse, brutal und blutig und ein furioses Fundament für die himmlische Wiedergeburt eines teuflischen Franchises.

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