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Call of Duty Black Ops: Declassified im Test_

Gefallener Soldat

Es schien als würde ein Traum für Vita Besitzer wahr, als endlich ein echtes Call of Duty für Sony’s Handheld-Wunder bekanntgegeben wurde. Die Spieler erwarteten sich nichts Anderes als ein hochqualitativ produziertes Spiel auf Konsolenniveau. Ist Black Ops Declassified ein hochdekorierter Ballerlkönig, oder ein Spiel das man unehrenhaft entlassen sollte?

Call of Duty: Black Ops Declassified bringt alles, nur nicht das, was man sich davon erwartet hätte. Wie immer beginnt eine Call of Duty Reise auch hier im Singleplayermodus, wo man sich auf die heißen Multiplayergefechte vorbereiten und einstellen kann. Doch leider gibt es über die Einzelspielerkampagne nicht viel zu sagen, da es genau genommen gar keine gibt.
Vielmehr findet man hier den Versuch, mit zusammenhanglosen Einzelspielermissionen eine fragmentarische Story zu erzählen. Man schlüpft abwechselnd in die Schuhe von Alex Mason und Frank West, um… um Gegner abzuknallen. Vielmehr lässt sich aus den wirren Kurzclips die die Missionen verbinden, nicht herauslesen. Die Einzelspielerkampagne bietet 10 Missionen. Nein, da haben wir keine 0 vergessen, es sind tatsächlich 10 Levels, die man überstehen muss, um das Spiel zu beenden. Ein Counter an der oberen Ecke, der als Ansporn für Speedruns fungieren soll, erinnert uns daran, dass die Levels auch nicht besonders lang sind. Je nach Spielerfahrung und Können benötigt man für eine Mission durchschnittlich 5-7 Minuten. Das ist zwar ideal für ein Spiel in der U-Bahn, unterm Strich aber dennoch sehr enttäuschend.


Die lieblose Kampagne hat man nach ungefähr eineinhalb Stunden beendet und wird man vermutlich nicht so schnell wieder anrühren – denn Spaß will nicht wirklich aufkommen. Zu viele unfair positionierte Gegner führen dazu, dass man öfter den Löffel abgibt als man sollte. Die Entwickler haben scheinbar versucht, durch Überraschungselemente den Adrenalinspiegel des Spielers in die Höhe zu treiben – doch das einzige was steigt ist der Frust, wenn man ein und dasselbe Level immer und immer wieder spielen muss, weil man nicht weiß, von wo aus der Gegner einen ständig abknallt. Die Feinde sind nicht unbedingt smart, aber verdammt schießwütig und oft sehr zielsicher. Sie feuern ihre gesamten Magazine auf einen, obwohl sie den Spieler nicht einmal sehen.
Neben diesen Levels, kann man auf eigene Faust auch den „Feinde“ Modus spielen. Der erinnert aufgrund der Punktevergabe durch Sterne an die Spec-Ops Missionen der anderen Call of Duty Teile. Hier geht es darum, so lange wie möglich gegen immer größere Wellen an Gegnern zu überleben, während man da und dort Waffenkisten einsammelt. Insgesamt hat man das Gefühl, dass die Gegner einige Schüsse mehr benötigen, als in anderen Call of Duty Teilen.
Leider ist auch für die Präsentation genauso, wie die Einzelspielerkampagne: dürftig. Obwohl man sich von einem Handheld keine PS3/Xbox360 Grafik erwarten kann, hat man besonders bei Uncharted: Golden Abyss gesehen, dass die Vita ein mobiles Grafikmonster sein kann. In Black Ops Declassified sieht nicht nur wegen der erdenen Farben vieles matschig aus. Die Waffen in unserer Hand sind gut gelungen – doch die Gegner hätten schon etwas mehr Polygone vertragen können. Die Hintergründe sind genauso wie die Objekte in den Levels nur marginal texturiert und alles andere als schön anzusehen – einem schnellen Durchlauf halten sie allerdings statt.


Auch der Sound lässt zu wünschen übrig – selbst mit ordentlichen Kopfhörern klingen Schüsse und Explosionen sehr flach. Die Gewehre klingen nahezu identisch – und allesamt fade. Der Granatensound erinnert mehr an Knallkörper als an Sprengstoff.
Im starken Gegensatz dazu, ist die Steuerung gut gelungen und vermittelt ein echtes CoD-Feeling. Das Werfen der Granaten per Touchscreen und das automatische Laufen ist nach einer kurzen Eingewöhnungsphase auch recht angenehm. Die zwei Sticks der Vita reagieren toll und sind auch in verzwickten Situationen immer verlässlich. Einzig die Zielhilfe, für die Call of Duty auf den Konsolen bekannt ist, funktioniert nur dann, wenn sie möchte.

Wer die letzten Jahre nicht in einer Galaxie far far away verbracht hat weiß, dass der Kaufgrund für ein Call of Duty immer der Multiplayermodus ist. Zum Glück ist dieser auch in Black Ops Declassified mehr oder weniger gut gelungen.
Was einen erfreut wenn er sich in die Multiplayergetümmel wirft, ist, dass man hier nicht gespart hat, was das Aufleveln des Soldaten und der Waffen angeht. Mit immer mehr XP können wir immer mehr Modifikationen wie bessere Waffenaufsätze freischalten, erhalten ein hübsches Rangabzeichen und so weiter. Man kann seinen Clan-Tag bearbeiten und erhält Level-Schübe für das Absolvieren von Kasernen-Aufgaben. Im Klasseneditor lassen sich Primär- und Sekundärwaffen und Extras für Abschussserien festlegen. Die Extras, durch die der Spieler schneller sprinten kann, oder Gegner aus größerer Entfernung erkennt, sind jedoch ohne die Pro-Variante vorhanden und lassen sich nicht aufleveln. Außerdem sind nicht alle sogenannten Perks vorhanden, die man aus anderen CoD-Teilen gewohnt ist.
Leider ist auch die Auswahl der Spielmodi stark beschränkt worden. Wer sich auf taktisches Erobern von Flaggen oder gegnerischen Stellungen freut, wird enttäuscht. Black Ops Declassified bietet außer Deathmatch, Team Deathmatch, Abschuss Bestätigt und Abwurfzone keine weiteren Spielmodi.
Die Maps sind relativ abwechslungsreich, manchmal jedoch zu klein. Obwohl sich nur 8 Spieler gleichzeitig auf einer Online-Karte tummeln, kommt es oft vor, dass man vor dem Gegner spawnt und sofort gekillt wird. Auf eine Killcam haben die Entwickler seltsamerweise verzichtet, darum weiß man nur in der Hälfte der Fälle, von wo aus man gerade getötet wurde. Darum wird Black Ops Declassified zu einem Traum für Camper, die sich an unübersichtlichen Stellen verschanzen und munter einen Abwurf nach dem anderen ergattern können. Die Größe der Karte wirkt sich auch auf die Waffenwahl aus – nur in den seltensten Fällen ist ein Sturmgewehr ratsam. Fast überall dominieren Schrotflinten das Spielgeschehen und mit einem Scharfschützengewehr wird man in Declassified höchstens ausgelacht. Auch die Granaten sind hier nicht so, wie sie sein sollten – trotz des ziemlich rasanten Spielgeschehens, explodieren die Dinger erst nach einer halben Ewigkeit. Darum werden geübte Spieler  besonders zu Beginn relativ oft von den eigenen Granaten gekillt werden, die man aus taktischen Gründen zuvor in einen Raum geworfen hatte.

Call of Duty Black Ops Declassified ist einer vergebene Chance. Die Einzelspielerkampagne ist ein Witz. Sie bietet nur lahme Ballerorgien, hirnlose Gegnerhorden und jede Menge Frust. Auch der Mehrspielerpart hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack und wirkt aufgrund kleiner Bugs manchmal unfertig. Er kommt vom Spielgefühl her, in einigen Momenten fast an die Konsolenversion heran und macht auch wirklich Spaß. Besonders für ein schnelles Match vor dem Schlafengehen im Bett, eignet er sich perfekt. Die Balance zwischen Spielerzahl und Mapgröße ist nicht so gut gelungen – Maps wie Nukehouse – eine Anlehnung an Nuketown – sind so klein, dass man innerhalb weniger Sekunden mehrere Male sterben kann, noch bevor man selbst eine Kugel abgefeuert hat.
Überhaupt hat man das Gefühl, dass die Entwickler etwas mehr Zeit benötigt hätten, um das Gesamtpaket Declassified zu verfeinern. Man bekommt mit Declassified ein Spiel, das in den besten Momenten gut ist und im schlimmsten Fall jede Menge Frust abliefert. Der Vollpreis wirkt jedoch bei dem gebotenen Content, alles andere als gerechtfertigt.
Wer Call of Duty aufgrund seiner schnellen Matches und unterhaltsamen Multiplayermodi mag, kann hier zugreifen – allen anderen wird dazu geraten, das Spiel gebraucht zu erwerben bzw ganz die Finger davon zu lassen. Wir hoffen dass Activision in den nächsten Vita-Ableger mehr Zeit und Liebe investiert, da jede Menge potenzial darin steckt.

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