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Assassin’s Creed 3 Video Test_

Das Raubtier unter den Assassinen

Das neueste Abenteuer im ewigen Kampf zwischen Assassinen und Templern ist da. Ist Ubisofts Open-World Kracher diesmal eine Gamingrevolution oder bloß ein alter Hut? In dieser *spoilerfreien* Review von comboclash.com erfahrt ihr das und noch mehr.

Wunderschöne Landschaften, neugeborene Städte und ungezähmte Natur – das ist das Setting für Ubisofts neuesten Open-World-Kracher Assassin’s Creed 3. Lange mussten sich Fans der beliebten Serie gedulden, doch nun ist er endlich da, der neueste Teil  im Leben eines weiteren Meisterassassinen. Bringt das Spiel genug Neuerungen, um eine Gamingrevolution zu starten, oder ist die versteckte Klinge endgültig abgestumpft?

Desmond Miles führt kein normales Leben. Er ist ein verfolgtes, menschliches Versuchskaninchen, das über eine Apparatur Namens „Animus“ das Leben seiner Vorfahren beobachten und erleben kann. Wie Kenner der vorhergehenden Teile bereits wissen, hat Desmond von einer weit fortgeschrittenen Zivilisation erfahren, dass der Menschheit das absolute Ende durch eine verheerende Katastrophe droht. Nun ist es die Aufgabe des jungen Mannes, in der Geschichte seiner Urahnen nach Hinweisen zur Errettung der Erde zu wühlen. Mit der Hilfe einer kleinen, technikaffinen Gruppe reist Desmond mit dem Animus in das Amerika des 18. Jahrhunderts, wo sie sich weitere wichtige Anhaltspunkte erhoffen.

Und nach einem kurzen Auffrischungstutorial, lernen wir schon den Hauptcharakter des Spieles kennen. Der Brite, Haytham Kenway. Ja, richtig gehört – einen beachtlichen Abschnitt des Spieles verbringen wir mit ihm, bevor Connor ran darf. Die erste Mission findet in England statt, wo wir ein heiß begehrtes Artefakt in die Hände bekommen. Das ist eines der Artefakte, wegen denen sich Assassinen und ihre Feinde, die Templer seit Jahrhunderten die Köpfe einschlagen. Denn diese Fragmente verleihen ihrem Besitzer göttliche Kräfte. Unnötig zu erwähnen, dass diese nicht der falschen Seite in die Hände fallen dürfen.

Das Schmuckstück, welches Haytham in der Oper erhält, soll ein Schlüssel zu einem Ort sein, an dem weitere Geheimnisse übernatürlicher Art zu finden sein sollen. Deshalb wird er von der Gilde nach Amerika geschickt um dort nach dem besagten Ort zu suchen. Nach einer langen und mühsamen Schiffsreise, auf der man Bekanntschaft mit dem Leben auf See und den Gepflogenheiten der Crew macht, erreicht Haytham Amerika. Er gewinnt das Vertrauen der Ureinwohner… Und dann… – endet sein Teil der Geschichte. Und das mit einem bittersüßen Paukenschlag. Dieser Wendepunkt ist auch der Moment, wo wir den jungen Connor, vom Stamm der Mohawk kennenlernen. Durch dramatische Ereignisse an einem schicksalshaften Tag, entflammt in ihm sprichwörtlich der Wunsch nach Rache für Grausamkeiten, die seinem Volk von den Kolonialisten angetan wurden. Er möchte die Verantwortlichen zur Strecke bringen, damit wieder Frieden aufgewühlten Land herrscht. Denn die Templer sind bereits in Amerika und scheuen auf ihrem Weg nach den gesuchten Fragmenten keine Mittel.

Connor wird jedoch nicht zum Assassinen geboren, sondern zu solchem erzogen. Durch seinen Mentor Achilles Davenport erlernt der junge Indianer die Fähigkeiten, die er benötigt, um sich der ausbreitenden Gefahr der Kolonien zu stellen. Achilles trainiert Connors Körper und seinen Geist und weiht ihn in den jahrhundertelangen Kampf der Assassinen und der Templer ein. Sein Auftrag: die von den Templern geleiteten Kolonialisten zu beseitigen und sich an Ihnen für ihre Greueltaten rächen. Spieler, die sich auf einen sofortigen Einstieg mit Connor gefreut hatten, müssen sich gedulden. Und das eine ganze Weile – Schließlich verbringt man einige Stunden mit Haytham, bevor man die neuen coolen Moves des Indianers zu sehen bekommt. Das hat natürlich auch einen Grund: Ubisoft will, dass man die Charaktäre, ihre Gedanken und Ziele richtig kennenlernt und das gelingt auch. Gleich von Anfang, wächst Connor einem ans Herz – und man empfindet regelrecht Abscheu gegenüber den Bösewichten im Spiel. Man erlebt in Assassin’s Creed 3 die Geschichte eines jungen Mannes, der zwischen die Fronten des Unabhängigkeitskrieges und in ihre Intrigen gerät. Die Menschen, die man kennenlernt, tragen durch ihren Charme beziehungsweise durch unsympathisches Auftreten ihren Teil dazu bei, die Geschichte weiter auszubauen. Auch werden im Laufe der Story Connors Ziele hinterfragt, wenn aufgrund überraschender Wendungen Freunde zu Feinden und Feinde zu Freunden werden. Man muss einige unangenehme Dinge tun und stellt sich fortlaufend die Frage: wer ist gut, wer ist böse? Die gesamte Erzählung hat Tiefgang, und wird trotz ihrer Länge von knapp 20 Stunden gegen Ende immer spannender und interessanter.

Kaum in Boston angekommen, geht es auch schon zur Sache. Denn in der neuen Welt wimmelt es nicht nur so von Soldaten, sondern auch von deren machtgierigen Kommandanten, die ihre Kräfte auch zur Unterdrückung der Bevölkerung einsetzen. Und wir? Wir tun im Getümmel das, was wir am besten können: Gegner werden ausspioniert, verhört, bestohlen oder eliminiert. Das klingt simplistisch, doch dahinter verstecken vielfältige und unterhaltsame Missionen. Wie bei jedem Teil zuvor, sind auch in Assassin’s Creed 3 das Freerunning und das Kämpfen die zentralen Gameplayelemente. So laufen wir blitzschnell durch Menschenmengen, springen meterweit von Dach zu Dach und klettern problemlos an steilen Fassaden und Felswänden hoch. Alles wie gehabt – doch Connor kann mehr: schon als junger Mann lernt er, im Wald wie kein anderer zu navigieren. Er bewegt sich wie eine Raubkatze hoch oben auf den Bäumen. Und das geht überraschend flüssig und macht einen Heidenspaß. Diese Art der Bewegung bringt auch neue Möglichkeiten, Missionen anzugehen. So kann Connor sich geräuschlos und unentdeckt über den Köpfen seiner Opfer bewegen und Überraschungsangriffe starten. Besonders geeignet dafür ist der Wurfpfeil, mit dem wir uns wie ein echtes Raubtier fühlen. Und wenn es doch mal brenzlig wird, laufen wir nicht die Straßen entlang, wo uns Gegner leicht einholen können, sondern schwingen uns auf einen Ast und sind so schnell verschwunden, wie wir auch aufgetaucht sind.

Die Kämpfe waren oft ein kleiner Schwachpunkt der Serie, da sie bisher immer zu leicht ausfielen. Dem Problem hat sich Ubisoft angenommen und versucht, etwas Pepp in die Auseinandersetzungen hineinzubringen. Noch immer haben wir die Auswahl zwischen mehreren Waffentypen, die wir im Kampf variabel einsetzen können und noch immer müssen wir uns oft größeren Gruppen an Gegnern alleine stellen. Doch diesmal verhalten sich die feindlichen Soldaten etwas klüger. Sie sehen nicht mehr ganz so seelenruhig zu, wie wir einen nach dem anderen von ihnen abmurksen, sondern greifen auch gerne mal gleichzeitig an. Das bringt Spannung in die Kämpfe und bedeutet, dass man nicht mehr stupide auf den Schlag-Button trommeln braucht, sondern dass man gute Reflexe benötigt und ständig die gesamte Menge beobachten muss, um Gegner auszukontern und zu besiegen. Darum ist es auch wieder etwas Besonderes, wenn man unversehrt einen Kampf übersteht. Und wenn die Gegner mit ihren Feuerwaffen mal aus der Distanz angreifen, können wir zurückschießen oder durch geschicktes Timing Schutzschilde einsetzen. Menschliche Schutzschilde.

Auch in eine Prise Stealth steckt jetzt in Assassin’s Creed. Man konnte sich zwar schon immer in Heuhaufen und Brunnen verstecken – doch jetzt kann man auch aktiv sein, während man untertaucht. So bieten zum Beispiel Büsche und hohes Gras Schutz vor den Blicken der Gegner und erlauben es, sich unbemerkt an sie heranzuschleichen und sie auszuschalten. Das Anschmiegen an Wände oder Bäume ermöglicht es, sowohl unentdeckt zu bleiben, als auch lautlose Kills durchzuführen. Ganz praktisch: greifen wir aus einem Versteck an, zerrt Connor den Feind auch sofort dorthin. Somit erregen wir noch weniger Aufmerksamkeit.

Zweifelsohne sind auch die Nebenmissionen wieder gut gelungen, die man parallel zur Hauptstory abarbeiten kann. Wer Abwechslung braucht, findet sie hier bestimmt: es gibt eine riesige Menge an Auftragsattentaten, Botengängen, Schlägereien und dergleichen mit denen man etliche Stunden verbringen kann. Federn und Schätze sind gut versteckt und über die gesamte Spielwelt verstreut und wollen eingesammelt werden, während widerspenstige Almanach-Seiten im Wind davonfliegen und eingefangen werden müssen. Ähnlich dem Upgraden von Geschäften und Villen in den Vorgängern, gibt es in Assassin’s Creed 3 die Siedlungsmissionen, mit denen Ihr euer Landstück durch Zimmerleute und Jäger upgraden könnt und deren Waren dann verkauft werden können. Auch Assassinen kann man wieder rekrutieren und Gebiete erobern oder an Templer verlieren – zum Glück sind all diese Dinge weniger eng mit dem Hauptspiel verwoben als zuvor, und lenken deshalb nicht vom wichtigen zentralen Geschehen ab. Aus der Menge an Minispielen und Nebenmissionen stechen jedoch zwei Dinge besonders hervor: Maritime Missionen und die Jagd. Bei ersterem dürfen wir ans Ruder von Kriegsschiffen, mit denen wir in epischen Seeschlachten den Kapitän raushängen lassen. Wir greifen Festungen vom Meer aus an, eskortieren Handelsschiffe, oder verteidigen Stellungen. Die Gefechte auf offener See, die Mal in der Karibik, mal Nahe der Amerikanischen Küste stattfinden, sind spannend und erfordern geschicktes Manövrieren. Denn gigantische Wellen und verstreute Brandungen sind hier ebenso gefährlich, wie die Kanonen der feindlichen Schiffe.

Doch auch ohne diese Nebenmissionen, bietet das Spiel von Haus aus viel Abwechslung. Neben heimlichen Angriffen auf gegnerische Befehlshaber und Verfolgungsjagden, bemannen wir selbst einmal eine Kanone und feuern auf feindliche Truppen, oder kommandieren eine Armee und geben in strategisch passenden Momenten den Angriffsbefehl. Auch das Jagen in Assassin’s Creed 3 macht süchtig. Verstreut über die ganze Karte, gibt es unterschiedliche Tierarten, denen wir an den Pelz wollen. Angefangen von Hasen über Hirsche bis hin zu menschenfressenden Bären ist alles vertreten. Diese gilt es im Wald aufzuspüren und zu erlegen. Doch das ist leichter gesagt, als getan. Die Jagd erfordert geschickten Einsatz von Ködern, Fallen, gute Verstecke und viel Geduld. Nur dann kommt man ans kostbare Fell oder Fleisch, mit dem man in Geschäften handeln kann. Aber Achtung, denn die Tiere wissen, dass Connor da ist, wenn er sich auffällig verhält. So laufen Rehe oder Füchse sofort davon – aber wer unvorsichtig ist, wird von einem angreifenden Puma oder Bären überrascht.

Rein optisch war jeder neuer Assassin’s Creed Teil seinem Vorgänger überlegen – so verhält es sich auch diesmal. Obwohl die Engine schon etwas in die Jahre gekommen ist, ist es bemerkenswert, was uns die Entwickler auf den Bildschirm zaubern.
Assassin’s Creed 3 ist ein wunderschönes Spiel. Die Hauptdarsteller und ihre Kleider sind detailliert und kreativ gestaltet. Auch die computergesteuerten Figuren sind authentisch gekleidet und sehen gut aus. Egal ob zu Land oder zu Wasser, auf den Bäumen oder während der Kämpfe: Haytham’s und Connor’s anmutige Bewegungen sind in jeder Situation glaubwürdig animiert und wirken flüssiger als in den vorherigen Teilen.

Ein wahres Highlight für sich ist diesmal auch die Spielwelt. Ab dem Moment, wo man Boston betritt, erlebt man eine lebendige, beschäftigte Stadt, die einen in ihren Bann zieht und von der man sich nur schwer loslösen kann. Es sind nicht bloß die Menschenmassen, sondern vor allem ihre Tätigkeiten, die einem den Atem rauben. Eine Gruppe bewirtschaftet Felder in der Vorstadt, andere angeln wiederum an der Brücke nach fischen. Andere wiederum handeln heftig und emotional auf den Märkten, Soldaten patroullieren und halten Ausschau nach Verbrechen und Aufmüpfigen, während sich weitere Leute über stetig steigende Steuern beschweren oder Häuser sanieren. Hin und wieder laufen einem Hunde oder Schweine über den Weg, und Vögel ziehen über die Dächer der Stadt. All das sind eigentlich bloß Kleinigkeiten und nebensächlich – doch in Summe sind diese Handlungen der Grund dafür, dass das Setting sowohl auf der Straße, als auch innerhalb von Gebäuden so überzeugend wirkt. Die Bewohner sind nicht leblose Statisten, denn es wirkt, als hätte jede Figur in der Spielwelt einen Grund, da zu sein. Während sich ein Großteil der Missionen in den Städten abträgt, verbringt der Spieler auch eine Menge Zeit in der Natur. In freier Wildbahn präsentiert sich einem ein junges, ungezähmtes Amerika, das es zu entdecken gilt. Dichte Wälder, riesige Weiden, steile Hügel und hohe Berge warten darauf, von Connor erforscht zu werden. Und auch hier mangelt es nicht an Abwechslung. Vor allem aufgrund der zahlreichen Tierarten, die sich in der Umgebung herumtreiben, wirkt alles lebensecht. So kann man nicht nur Wolfsrudel beim umherwandern beobachten, sondern sieht ab und zu auch männliche Hirsche, die einander mit dem Geweih bekämpfen.

Obendrein haben die Entwickler dem Spiel einen vollständigen Tag/Nacht Zyklus und ein dynamisches Wettersystem verpasst, weswegen sich selbst bekannte Orte bei mehrmaligen Besuchen anders anfühlen. Morgens bedeckt dichter Nebel den Wald, am Nachmittag kann es schon mal schneien und abends können wir traumhafte Sonnenuntergänge beobachten. Die Witterungsverhältnisse sind größtenteils kosmetischer Natur – doch hoher Pulverschnee etwa verlangsamt uns beim Laufen und zwingt uns dazu, mühsam und langsam durch den Schnee zu stapfen. Auch seichte Gewässer lassen sich nicht einfach so im Normaltempo überqueren.

Obwohl die Desmond-Missionen etwas mehr Sinn machen als zuvor, wirken diese, die eigentlich die Hauptgeschichte erzählen sollten, auch diesmal nur aufgesetzt. Die Figuren außerhalb der Assassinen-Geschichte interessieren uns einfach nicht – und die zweidimensionalen Figuren schaffen höchstens Melodramatik. Das Erforschen der Höhle und ein kurzer Einsatz des Edenapfels sind ja ganz nett. Aber die irrwitzige Geschichte rund um den Animus und die Edensplitter hätte sich Ubisoft von Anfang an sparen müssen. Ob diese lahme Story jemals zu einem schlüssigen Ende kommen wird, wissen wir nicht.

Was wir aber wissen ist, dass Assassin’s Creed 3 ein Open-World Game par excellence ist. Alles in allem merkt man dem Spiel die Liebe zum Detail an. Die lebendige und realistische Spielwelt machen diese fiktive, unterhaltsame Story glaubwürdig. Ein guter, leider etwas zu subtiler Soundtrack schafft Emotion im richtigen Moment. Man trifft auf bekannte Personen und nimmt an wichtigen Wendepunkten der amerikanischen Geschichte teil. Und die Freibeuterei und die Bewegungsfreiheit auf den Bäumen werden euch für eine lange Zeit fesseln.

Ein kurzes Fazit findet ihr hier: http://comboclash.com/reviews/assassins-creed-3/

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